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Recklinghausen, 12. April 2011  

Sonderpreis für gelebte Integration

Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich / Empfang im Rathaus

Von Thomas Nowaczyk

Nach der Feierstunde präsentieren Ayse (17), Mehmet (22) und Leyla (20) Arslan (von links) Urkunden und Präsente, die sie im Rathaus für ihr ehrenamtliches Engagement überreicht bekamen. Foto: Nowaczyk
Nach der Feierstunde präsentieren Ayse (17), Mehmet (22)
und Leyla (20) Arslan (von links) Urkunden und
Präsente, die sie im Rathaus für ihr ehrenamtliches
Engagement überreicht bekamen.
Foto: Nowaczyk

Die Preise, die sie bekommen, sind nur eine kleine Anerkennung. Die Arbeit, die sie leisten, ist jedoch unbezahlbar, ihr Dienst an der Gesellschaft unverzichtbar. Im Rathaus wurden zahlreiche ehrenamtlich engagierte Jugendliche mit einem Empfang für ihren wertvollen Dienst geehrt.

Auch Ayse, Leyla und Mehmet Arslan bekamen eine Urkunde von Vize-Bürgermeister Ferdinand Zerbst, wie fast alle anderen Geladenen auch. Alle zwei Jahre lädt die Stadt Jugendliche in den großen Sitzungssaal des Rathauses, um sie für ihr besonderes Engagement in Kirchen, Vereinen und Verbänden auszuzeichnen. Einige unter ihnen wurden gesondert geehrt, weil sie sich nach Meinung einer Jury, in der unter anderem der Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, Benno Portmann, Sozialdezernent Georg Möllers und Werner Hülsmann, zuständiger Fachbereichsleiter sitzen, in besonderem Maße verdient gemacht haben.

Darunter sind zum Beispiel Julia Patricia Korte, die sich bei der Jugendfeuerwehr einbringt oder Julia Ronge, die in der Gemeinde Herz Jesu Spielzeug für Bedürftige sammelt, Rockkonzerte und Weihnachtsaktionen mitinitiiert, sowie den dortigen Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit mitgegründet hat. Da gibt es die Schüler der Altenheim-Arbeitsgemeinschaft an der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, die regelmäßig Besuche im Altenheim St. Hedwig machen und dort die Bewohner unterhalten.

Mitglieder des "Urlaub-ohne-Koffer"-Teams der Kirchengemeinde Süd führen Ferienaktionen für Kinder im eigenen Stadtteil durch. Und eben die Geschwister Arslan. Ihr Engagement erachtete die Jury als so außergewöhnlich, dass sie - in der Geschichte der Veranstaltung bisher einmalig - gar mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurden. Schon seit der Gründung helfen die drei, die mit ihrer Familie vor einiger Zeit als Flüchtlinge nach Recklinghausen gekommen sind, im internationalen Frauentreff des SkF in Süd mit. Nach Meinung der Jury zeigt dieses Engagement junger Muslime bei einem katholischen Träger, wie Integration wirklich gelebt werden kann. Dabei empfinden die drei Geehrten ihre Arbeit als pure Selbstverständlichkeit. Sie helfen bei der Kinderbetreuung, sind bei Veranstaltungen stets mit helfender Hand zur Stelle und haben sich sogar bei der Renovierung der Räume vor einiger Zeit mit eingebracht. "Nachdem uns Hilfe zuteil wurde, wollen wir diese nun wieder zurückgeben. Wir kommen da einfach nicht mehr von los“, erklärt Mehmet (22).

Bürgermeister Zerbst ermutigte sie, wie alle anderen Anwesenden auch, weiter mit gutem Beispiel voran zu gehen, "denn nur durch die Vielzahl von vielen ehrenamtlich Tätigen lässt sich ein gesundes Gemeindeleben überhaupt aufrecht erhalten."

Recklinghäuser Zeitung vom 12. April 2011