Kontakt

Am Neumarkt 34
45661 Recklinghausen
Telefon: 02361 3025694
E-Mail: skf-re@skf-recklinghausen.de

 
Info

Die Bildungsinitiative Süd machte das "Netzwerk für Demokratie und Courage" an der Käthe-Kollwitz-Schule bekannt und organisierte die Buchung der ehrenamtlichen Referenten, die während der gesamten Projektwoche an der Käthe-Kollwitz-Schule vor Ort waren.

Das Angebot des Netzwerkes ist für Schulen kostenlos und kann daher nachhaltig in das Schulprogramm integriert werden.

Mehr Infos über das Netzwerk fürr Demokratie und Courage unter www.netzwerk-courage.de .

 
Recklinghausen, 26. Mai 2011  

Gegen Rassismus

Netzwerk für Demokratie und Courage zu Gast an der Kollwitz-Schule

11.05.31 Gegen Rassismus
Nicht nur Zuhörer: Zwölfklässler der Käthe-Kollwitz-Schule
diskutieren über Rassismus.

Mit dem, was sie tun, machen sie sich selbst zu potenziellen Diskriminierungsopfern. Zur Zielscheibe von Angriffen von Rechtsradikalen. Doch Fred und Bernhard kämpfen trotzdem gegen Rassismus an und besuchen Schulen, um für ein Denken ohne Vorurteile zu werben. 21 Zehnklässler der Käthe-Kollwitz-Schule sitzen vor Fred und Bernhard. Beide wollen ihren Nachnamen nicht nennen. So verfahren die beiden Studenten immer, wenn sie für das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) unterwegs sind. "Ehrenamtliche Bildungsarbeit kann sehr gefährlich werden", sagt Fred. Es gebe digitale Pranger, die Rechte im Internet zur Diffamierung und mehr nutzen. "Da steht dann, wo du wohnst, wann du wo Sport machst", weiß Bernhard.

Abschrecken lassen sie sich jedoch nicht. Das 1999 gegründete Netzwerk aus ehrenamtlichen jungen Menschen will mit Schülern über Themen wie Vorurteile, Diskriminierung, Migration und Rassismus diskutieren. 1999 in Sachsen gegründet, hat es sich inzwischen in elf Bundesländern etabliert, vor anderthalb Jahren auch in NRW.

"Uns geht es darum klar zu machen, dass wir nicht wegschauen dürfen, sondern einschreiten müssen", erklärt Bernhard (29). Auch, weil es mehr und mehr notwendig werde. Nicht nur in Sachsen. "Es gibt eine empirische Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung", sagt Bernhard, "die zeigt ganz klar, das menschenverachtende Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind." Demokratie-Verständnis und Toleranz müsse daher erarbeitet werden. "Und das ist kein reines Jugendproblem, sondern ist für alle Altersschichten notwendig", stellt er klar.

Innerhalb der Projektwoche beschäftigen sich die Kollwitz-Schüler mit ihren Erfahrungen von Diskriminierungen. Sie erfahren, wie schnell Menschen anhand von äußeren Merkmalen wie Sprache, Religion und Kleidung in Schubladen gepackt werden. Vorurteile greifen Raum.

"Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg, sollen aber gleichzeitig zu faul zum Arbeiten sein. Das passt doch nicht zusammen", sagt ein Mädchen. So sammeln die Schüler Gegenargumente, um gewappnet zu sein für die nächste Diskussion.

 Recklinghäuser Zeitung vom 31. Mai 2011

Weitere Infos zum Thema »Bildungsinitiative Süd «