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Wiebke Janssen

Wiebke Janssen, Diplom-Sozialarbeiterin, zertifizierte Schuldnerberaterin

Kemnastraße 7
45657 Recklinghausen
Telefon: 02361 48598-28
Fax: 02361 48598-18
E-Mail: wiebke.janssen@skf-recklinghausen.de
Sprechzeiten: dienstags von 8:30 bis 12:30 Uhr

Christina Wohlgemuth

Christina Wohlgemuth, Diplom-Sozialarbeiterin, zertifizierte Schuldnerberaterin
Kemnastraße 7
45657 Recklinghausen
Telefon: 02361 48598-28
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Sprechzeiten: donnerstags von 13:00 bis 17:00 Uhr

 
Recklinghausen, 3. August 2012  

Schuldnerberatung hilft - auch bei der Vorbereitung

Das Rentner-Budget im Blick: Spätestens ab Mitte 50 ein Muss

 "Viele Ältere kommen erst zu uns, wenn gar nichts mehr geht. Manche bekamen vom Gerichtsvollzieher den Rat, eine Schuldnerberatung aufzusuchen und sind dann ganz erleichtert, wenn sie hier alles erzählen können und jemand etwas tut." Wiebke Jansen, Schuldnerberaterin beim SkF, und ihre Kollegin Christina Wohlgemuth können daher nur dringend raten, frühzeitig aktiv zu werden - deutlich vor Beginn des Rentenalters.

Spätestens mit Mitte 50 sollte sich der Blick genauer auf das Budget im Rentenalter richten - bevor es Einbrüche zum Beispiel wegen Krankheit oder Erwerbsminderung gibt. "Dazu gehört zunächst, dass man die jährliche Renteninformation nicht in die unterste Schublade packt, sondern deren Entwicklung im Blick hat", mahnt Christina Wohlgemuth. Des Weiteren, dass man seine Ausgaben kennt und diese der zu erwarteten Rente gegenüber stellt. Und auch die Frage, was wird wenn der Doppelverdienst einer Witwenrente weichen sollte, sei zu stellen.

"Dann nimmt man nicht so ohne Weiteres noch einen Kredit auf, der sich mit der Rente nur schwer oder gar nicht zurückzahlen lässt", sagt Wiebke Jansen. Wo kann man noch Vorsorge treffen, wo Schulden abbezahlen, wo Einsparungen vornehmen?" - Das sind die Fragen, die sich unweigerlich anschließen müssten.

Wer das nicht allein schafft, kann sich an eine Schuldnerberatung wenden. "Im Zuge einer Budgetberatung wird auch Leuten geholfen, die keine Schulden haben, und solchen, die vorsorgen wollen", versichern die SkF-Expertinnen. "Wir suchen dann gemeinsam nach Potentialen, mit Blick aufs Rentenalter etwas zu verändern."

Wenn das Kind erstmal in den Brunnen gefallen ist, wird es deutlich schwieriger. Die Schuldnerberaterinnen nehmen auch dann alle Ausgaben unter die Lupe, stellen sie den Einnahmen gegenüber und sehen, wo noch was her kommen kann, wo etwas überflüssig ist - wie beispielsweise mancher Versicherungsvertrag, der getrost gekündigt werden kann.

Sie verhandeln mit eventuellen Gläubigern, prüfen, ob überhaupt Zahlungspflicht besteht und ob jemand unter der Pfändungsfreigrenze liegt, ob staatliche Grundsicherung oder Wohngeld beantragt werden kann.

Meistens kann geholfen werden

Mühsamer und belstastender ist dieser Weg aber doch - und häufig eben auch unausweichlich, wie die Fachfrauen wissen, wenn das Einkommen im Rentenalter wie bei so vielen einfach sehr niedrig ist. Bereinigen könnten sie das Genze meist, sagt Christine Wohlgemuth. Doch nicht selten verließen Klienten im Rentenalter die Schuldnerberatung zwar mit einem "ausgeglichenen Haushalt", aber auch mit dem Hinweis auf die günstigen Einkaufsmöglichkeiten für Bedürftige an der "Tafel" und im Second-Hand-Laden. "Das ist dann schon ein sehr spartanisches Leben."

Quelle: Recklinghäuser Zeitung