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Sandra Baldschus, Diplom-Sozialarbeiterin

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Recklinghausen, 17. Juni 2015  

"Wenn etwas funktioniert - mach' mehr davon!"

Fortbildung für ehrenamtliche Vormünder mit Dr. phil. Diplom-Psychologe Sebastian Bartoschek

13 Interessenten trafen sich beim SkF, um mehr über die psychologischen Hintergründe zu erfahren, die beim Führen einer Vormundschaft eine Rolle spielen können. Die Veranstaltung war Teil einer Schulung, die bereits mit dem Vortrag von Rechtsanwältin Kristina Reyntjes zu rechtlichen Grundlagen der Vormundschaft begonnen hatte.

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Sebastian Bartoschek

Foto: Angela Assmuth 

"Ich kenne nicht nur die netten Kinder und Jugendlichen", sagte der Psychologe, Sebastian Bartoschek, zu Beginn seiner Ausführungen. Mit vielen Fallbeispielen aus seiner Tätigkeit in der Jugendhilfe und als Gutachter in familiengerichtlichen Verfahren beschrieb er mögliche psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters. Dabei ging es hauptsächlich darum, den Teilnehmern einen Überblick zu geben und aufzuzeigen, wie Diagnosen zustande kommen und wie bestimmte Begriffe in diesem Zusammenhang definiert sind.

Ein Schwerpunkt des Vormittags waren ganz praktische Hinweise zur Gesprächsführung und Kontaktaufnahme mit den Kindern und Jugendlichen. "Wir können niemanden retten", machte Bartoschek deutlich, und oft gehe es nicht um die erdenklich beste Lösung, sondern manchmal nur darum, kreativ nach der "am wenigsten schlechten Lösung für die Kinder und Jugendlichen zu suchen", und damit immer die realen Möglichkeiten und ein rasches Lösen des bestehenden Problems im Blick zu haben. "Wenn etwas funktioniert, mach' mehr davon. Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes."

Verbindlichkeit, Respekt, Geduld und Offenheit waren einige Grundhaltungen, die Bartoschek den Teilnehmern empfahl. "Wenn Sie etwas versprochen haben, müssen Sie es auch halten. Das kann auch heißen, dass Sie zu Beginn der Vormundschaft erst einmal gar keine Versprechungen machen, sondern sich in aller Ruhe einen Überblick verschaffen." Hier geht es darum, gegenüber den Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Kontakt zu haben und die Rolle als Vormund richtig aufzufassen. "Wenn sie innerhalb kürzester Zeit der beste Kumpel des Jugendlichen sind, läuft etwas schief."